Über die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft

Vortrag zum Einfluss der Religion auf die Wirtschaft

„Was hat Wirtschaft eigentlich mit Religion zu tun?“ Dieser Frage ging Dr. Stephan Holthaus bei seinem Vortrag im Unterricht der 11. Klassen der August-Hermann-Francke-Schule nach. Im Rahmen des Unterrichtsfachs Politik und Wirtschaft hatten die Lehrkräfte Gabriele Gessner und Axel Hollnagel den Ethikdozenten der Freien Theologischen Hochschule Gießen eingeladen, um über das Verhältnis von Religion und Wirtschaft zu sprechen.

Holthaus, der einer Unternehmerfamilie entstammt und neben seiner Hochschuldozentur in Ethik auch zeitweise einen Lehrauftrag für Wirtschaftsethik an der Technischen Hochschule Mittelhessen innehatte, belegte in seiner Einführung überraschend viele Einflüsse ökonomischer Faktoren auf die Religion, aber auch Religiöses in Wirtschaftsprozessen. Mit den Stichworten „Kultmarken“ oder „Konsum als Glücksfaktor“ konnten die 16- und 17-jährigen Zuhörer/-innen durchaus etwas anfangen.

Bei der Beschreibung der Sozialen Marktwirtschaft vertrat Holthaus die These, dass diese heute in Deutschland vorherrschende Wirtschaftsform auf dem christlichen Menschenbild basiere. Er ging auf wichtige Vordenker – darunter natürlich Ludwig Erhard – ein und zeigte, wie sich deren christliche Überzeugungen, ausgehend von den Zehn Geboten und dem Neuen Testament, im System der Sozialen Marktwirtschaft nachweisen lassen.

Die Schüler/-innen waren überrascht von der thematischen Bandbreite, denn auch Einflüsse anderer Religionen auf die Ökonomie kamen zur Sprache. Insgesamt wurde der Vortrag des Hochschullehrers im Rahmen des aktuellen Schulthemas Wirtschaftspolitik als sehr erhellend und bereichernd empfunden.

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